Ergebnisse vom G20 – Fehlanzeige

Wie sehr der gewaltsame Protest dem Anliegen unserer Demokratie geschadet hat, zeigt sich darin, dass im Großteil der Bevölkerung vom G20 nur die Randale im Gedächtnis bleibt. Durch Gewalt erreicht man nicht die Menschen, sondern bringt sie gegen sich auf. Wer Autos anzündet, Geschäfte plündert, alles kurz und klein schlägt und Polizist/innen attackiert ist kriminell und muss entsprechend der Gesetzgebung bestraft werden.

Leider ist im Zeichen der Randale beim G20 Gipfel so einiges untergegangen. Ob der Tagungsort im Bewusstsein gewählt wurde, da es hier mit großer Wahrscheinlichkeit zu Randale kommt wird, kann keiner nachweisen. Der Erfolg liegt jedoch darin, dass über die friedlichen Demonstrationen von rund 75.000 Menschen kaum etwas berichtet wurde. Gleiches gilt für die Ergebnisse des Gipfels selbst.

So wurde der USA mit Ihrem Präsidenten Herrn Trump deutlich vor Augen geführt, dass die Abkehr vom Pariser Klimavertrag sie selbst ins Abseits stellt. Wenn Trump beim Klimaschutz auf die Bremse tritt, hätten die 19 Anderen deutlicher zeigen müssen, wie wichtig dies für den Erhalt unseres Planeten und für künftigen Generationen ist. Mit einem mutigen Bekenntnis für die Abkehr von der Braunkohle hätte Deutschland ein deutliches Zeichen für das Weltklima setzen können.

Ansonsten gab es noch ein klares Bekenntnis gegen Protektionismus. Die G20 befürworten hier noch mehr Handelsabkommen à la TTIP und CETA, die den Großkonzernen noch mehr Macht geben – zulasten der Verbraucher und der Umwelt.

Ferner gab es noch einen Waffenstillstand für Teile von Syrien, bei dem noch Keiner sagen kann, ob er tragfähig ist.

Das sind auf einen Nenner gebracht die Ergebnisse.

Dann stellt sich nur noch die Frage: Waren diese Ergebnisse es Wert, das Risiko von randalierenden Verbrechern in Kauf zu nehmen? Denn dass es diese geben wird, war im Vorfeld bekannt. Wer wirklich etwas für das Weltklima erreichen möchte, der muss Zeichen setzen und von seinem Wahlrecht am 24.09.2017 in Deutschland Gebrauch machen.

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